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Willkommen auf unserer Seite inselnatur. 

Hier geht es rund um die Natur und die Inseln aus der ganzen Welt, die wir auf vielen Reisen kennengelernt haben. Natürlich berichten wir auch von unserer Heimatinsel Pellworm. Wir haben schon einiges gesehen, doch es gibt so viel mehr, das noch auf uns wartet.

Alle Bilder, die hier veröffentlicht sind, entstanden auf unseren Reisen und Touren in der Natur. Außerdem bietet Sören Führungen zur Vogelbeobachtung an und wir betreiben eine kleine Imkerei und Galerie auf Pellworm.

Ihr könnt online Abzüge der Bilder hier bestellen. Auf Anfrage geben wir sie auch gerne zu öffentlichen Verwertung frei. Hier geht’s zu unserem inselnatur-shop.

Viel Spaß!

Sören und Felix

Birdwatching auf Pellworm

Pellworm liegt mitten im Nationalpark  Schleswig Holsteinisches Wattenmeer, umgeben von der Schutzzone 1,  auf dem Ostatlantischen Vogelzugweg und bietet so beste Voraussetzungen für die Vogelbeobachtung. Das Wattenmeer reicht von Holland bis Dänemark und bietet für über 12 Millionen Vögel einen unvergleichlichen Lebensraum. Darum wurde das Wattenmeer 2009 zum Unesco Weltnaturerbe ernannt.

Pellworm ist eine Marschinsel und liegt im Schnitt  einen Meter unter dem Meeresspiegel und ist durch einen acht Meter hohen Deich vor Sturmfluten geschützt. Das Inselinnere ist geprägt von Weide- und Viehwirtschaft. Es gibt noch Feuchtwiesen, die wichtige Brutgebiete für wiesenbrütende Arten, vor allem Limikolen, sind.

Säbelschnäbler

So brüten hier u.a. Uferschnepfe, Kiebitz, Rotschenkel, Austernfischer und Säbelschnäbler. Vogelbeobachter können Regenpfeiffer, Brachvögel, Grünschenkel und dunkle Wasserläufer beobachten. Mit Glück sieht man Kampfläufer und noch andere Limikolen.  Es gibt viele unterschiedliche Entenvogel-Arten, zum Beispiel Löffel-, Reiher-, Spieß- und Pfeifenten. Die Brandgans ist noch recht weit verbreitet. Seit ein paar Jahren ist hier die Graugans heimisch geworden und die Ringel- und Nonnengänse machen in riesigen Schwärmen auf der Insel Station.  Neuerdings sind auch Löffler regelmäßig anzutreffen.

Arktische Singvogelarten wie Schneeammer, Berghänfling und Ohrenlerche suchen während des Vogelzugs am Deich Sämereien. Im Spätsommer kann man die tollen Formationsflüge der Stare bewundern. Im Schilf brüten verschiedene Rohrsänger sowie Rohrammern.

Schneeammer

Auch die beeindruckenden Seeadler kreisen regelmäßig über der Insel und machen Jagd auf die Enten und Gänse. Rohrweihen, Wanderfalken und verschiedene Eulenarten sind ebenso vertreten. Mit viel Glück begegnet man Sumpf- oder sogar Waldohreulen.

Regelmäßig kommen hier ca.  100 Vogelarten vor, aber zum Vogelzug können es auf Pellworm schon mehr werden. Insgesamt konnten im deutschen Wattenmeer mehr als 300 Arten nachgewiesen werden.

Die Zeit der großen Vogelschwärme ist im Frühjar und im Herbst, aber man kann das ganze Jahr besondere Vogelbeobachtungen machen. Hier kann man noch ungestört und alleine in der Natur verbringen, ob ausserdeichs im Watt, an den Salzwiesen oder im Inselinneren auf den Wiesen und an den Sielen, Gräben und Pütten. Hier ist immer was los!

Island – Felsnadel Stóri Karl

2017 besuchte Sören die Halbinsel Langanes in den Ostfjorden von Island, um dort die einmalige Stóri Karl Felsnadel  zu sehen.

Man findet ein wahres Vogelparadies. Ungestört begegnet man den Tieren überall: Alpenschneehühner, Schneeammern, Goldregenpfeiffer, Steinschmätzer, Meerstrandläufer, etc…

 

Langanes ist ein unvergesssliches Abenteuer, einsame, unbefestigte Strassen, Überreste alter Bauernhöfe und in jüngerer Zeit verlassene Gebäude wie in Skoruvík. Unterhalb der Klippen von Skoruvík befindet sich die Stóri-Karl-Felsnadel. Hier befindet sich eine der größten Basstölpelkolonie Islands. Von einer Aussichtsplattform, kann man hier den spektakulären Blick auf die Kolonie genießen. In den Felsen der Steilküste brüten Gryllteisten, Dreizehenmöwen, Trottellummen, Krähenscharben, Tordalke und Eissturmvögel…

Ein ohrenbetäubendes Spektakel!

Ringelganstage auf den Halligen

Die Gänse gelten bei den Landwirten hier auf Pellworm als Plage, weil sie dank des Schutzes wieder in großen Schwärmen auftauchen. Es ist ein faszinierendes Schauspiel, wenn neben den Grau- und Weißwangengänsen auch die Ringelgänse (auch Rottgans – Ruf „Rott-Rott“) im Frühjar und im Herbst die Vorländer und die Halligen besuchen. Die kleinen Gänse rasten hier, auf der Reise zwischen ihren Brutgebieten auf der sibirischen Taymir-Halbinsel und ihren Winterquartieren in Westeuropa, um aufzutanken. Die Gänse sind Vegatarier und ernähren sich im Herbst  hauptsächlich im Watt von Seegras, Grünalgen und Queller. Im Früher bevorzugen sie die jungen Triebe der Salzwiesen. Da die Tiere schlechte Nahrungsverwerter sind (nur ein Drittel der Nahrung kann verdaut werden) benötigen die Ringelgänse enorme Mengen an Grün.

Ringelgänse können bis zu 20 Jahre alt werden und leben wie alle Gänse in Einehe. Die sozialen Tiere bilden große Schwärme, die aus festen Familienverbänden bestehen und besuchen immer wieder die selben Rastplätze. Die Jungen bleiben bis zum Frühjahr bei den Elterntieren und kommen fast alle wieder zu den Rastgebieten, die sie von den Eltern kennengelernt habe.

Seit 1998 gibt es „Die Rin­gel­gans­ta­ge„. Um den Schutzgedanken für die Ringelgänse einer breiteren Öffentlichkeit nahezubringen feiern  in Schleswig Holstein u.a. NABU, Schutzstation Wattenmeer, WWF und Nationalparkservice gemeinsam die Ringelganstage auf den nordfriesischen Halligen im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Island – Glühende Lava

Einen Vulkansubruch zu sehen, zählt sicherlich zu den beeindruckendsten Erlebnissen auf Island. 2014 hatte Sören das Glück, die Holuhraun Eruption live mit zu erleben. Als klar wurde, dass die Eruption länger anhalten sollte, buchte er sich spontan einen Flug nach Island, um das Spektakel mit anzusehen. Glücklicherweise gab es vor Ort noch freie Sitzplätze in einer kleinen Chartermaschine der Myflug Air, eine kleine Fluggesellschaft, die am Myvatn See Charterflüge anbietet. Doch nach zweitägiger Anreise, wurde der Flug erst einmal, wegen Sandstürmen über dem Hochland, abgesagt.

Aber es gab durch Zufall drei Tage später auch noch einen weiteren freien Sitzplatz! Das Warten wurde belohnt. Bei klarer Sicht hatte man eine unglaubliche Aussicht über das Hochland, den Vulkan Askja und die Holuhraun-Eruption. Ein wenig war es wie in einem „Indian Jones“ Film, in diesem kleinen Flugzeug, auf Augenhöhe mit der Lava, um den speienden Vulkan zu kreisen. Knapp eine Stunde dauerte der Flug und am liebsten wäre man nach der Ladung sofort wieder eingestiegen.

 

Pellworm – Leuchtfeuer und Hochzeiten über dem Wattenmeer

Der denkmalgeschützte Leuchtturm auf unserer neuen Heimatinsel Pellworm ist, neben der alten Kirche, das Wahrzeichen und gleichzeit das höchste Bauwerk der Insel. Von oben hat man einen traumhaften Rundumblick über das Wattenmeer mit seinen Inseln und Halligen. 1906/07 wurde das gemauerte Erdgeschoß auf 14 Meter tief in den Boden versenkten Eichenpfählen errichtet. 41,5 Meter hoch ragt er in den Himmel und hat die Funktion eines Leitfeuers.

Bis 1977 gab es noch einen Leuchtturmwärter der das Leuchtfeuer betreute. Mittlerweile wird er vollautomatisch betrieben und ist heute noch für die Seeschifffhart von großer Bedeutung. Von weithin ist er sichtbar und man sollte unbedingt bei einem Pellworm-Aufenthalt, allein wegen der Aussicht, einen Aufstieg einplanen. Allerdings muß die Besichtigung beim Kur- und Tourimusservice Pellworm angemeldet werden.

Eine Hochzeit auf dem Leuchturm wird garantiert zu einem unvergesslichen Erlebnis!

 

 

Irland – Riesenhaie in der Bucht von Baltimore

Wer hätte das gedacht: Vor Irlands Südwestküste hat man die Möglichkeit, Riesenhaie (Cethorinus maximus) und – in Abhängigkeit von der Jahreszeit – verschiedene Arten von Walen zu Gesicht zu bekommen. Es gibt Finn-, Buckel und Schweinswale sowie mehrere Arten von Delphinen. In Baltimore Habour hat Nic Slocum (www.whalewatchwestcork.com) sein Boot vor Anker liegen und fährt, sofern das Wetter es zu lässt, mehrmals die Woche raus. Er kennt sich in den Gewässern seiner Heimat bestens aus und ist ein absoluter Fachmann in Sachen Meeresbiologie. Es macht großen Spaß mit ihm unterwegs zu sein. Das Boot ist nicht groß, und so finden nur eine überschaubare Gruppe von ca. 12 Personen Platz an Bord. Leider entdeckten wir 2014 keine Wale, aber zu unserer Überraschung Riesenhaie (engl. „Basking Sharks“). Es sind nach dem Walhai die zweitgrößten Fische der Erde. Sie werden bis zu zehn Meter lang. Bei sonnigem Wetter fangen sie dicht unter der Wasseroberfläche das Plankton. So kann man sie gut beobachten. Wir hatten Glück und hätten niemals erwartet, die imposanten Tiere so nah zu Gesicht zu bekommen.

Es ist wirklich eine tolle Tour, auch wenn die Sichtungsgarantie für Wale vielleicht an anderen Orten der Erde höher sein mag. Wer in Baltimore vorbeikommt, sollte unbedingt einen Vor- oder Nachmittag mit Nic einplanen, damit es wieder heisst: „Well spottet, Junior!“

Unser Tipp: Schöner Film über Nic’s Arbeit.

 

La Réunion – Sonnenaufgang auf dem Vulkan

Der Höhepunkt unserer Reise auf La Réunion und ein Muss für jeden Besucher der Insel war die spektakuläre Wanderung zum Kraterrand des aktiven Vulkans Piton de la Fournaise. Man muß früh, nein, sehr früh aufstehen, um das Spektakel aus Sonne, Wind und Wolken zu erleben. Wer zu spät dran ist, dem versperren einem die alltäglich aufziehenden tropischen Wolkenformationen die Weitsicht über die Lavafelder. Außerdem wird die sportliche Wanderung durch die Hitze dann schnell zur Tortur. Man sollte die Wanderung kurz vor Sonnenaufgang antreten, zur blauen Stunde, das heißt im Sommer der südlichen Hemisphäre zwischen 5 und 6 Uhr morgens. Wenn man noch die Anfahrtzeit mit einrechnet, klingelt der Wecker um vier Uhr in der Nacht. Im Urlaub ist das schon eine Herausforderung, aber man wird belohnt! Es ist wie auf einem fremden Planeten. Vor einem liegt die in unwirkliches Licht getaucht riesige Lavaebene des Vulkans und die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich. Noch ist es kalt, aber das ändert sich schnell. Die Sonne steigt zügig, der UV-Index erreicht 13 bis 14 und es wird schwül. Sonnenschutz am ganzen Körper und viel Wasser sind Pflicht. Der Anstieg zum Kraterrand ist anstrengend,  aber für geübte Wanderer kein Problem. Oben angekommen, gleichsam über den Wolken, schaut man in den mächtigen Krater einer der aktivsten Vulkane der Erde. Sprachlos sitzt man dort und staunt…

Unser Tipp: So früh wie möglich starten, dann hat man die Chance, alleine oben am Kraterrand zu sitzen.

Färöer – 62° nördlicher Breite und 7° westlicher Länge

Wer nach Island reist kommt mit dem Flugzeug oder mit dem Schiff. Die Reederei Smyril Line unterhält eine ganzjährige Fährverbindung zwischen Hirtshals in Dänemark und Seyðisfjörður im Osten Islands. Der Höhepunkt dieser Schiffspassage ist sicherlich der Zwischenstopp in Tórshavn auf den Färöer-Inseln, aber auch die Shetland Inseln werden auf der Passage bei gutem Wetter spektakulär durchquert.

Das Schiff Norröna wird gleichzeitig als Frachtschiff und Autofähre benutzt. Die Überfahrt ist immer noch ein kleines Abenteuer und ist trotz der verbesserten Ausstattung nicht mit einer komfortablen Kreuzfahrt zu vergleichen. Der Nordatlantik kann mitunter sehr stürmisch und die Überfahrt ungemütlich werden. Man sollte schon recht seefest sein, immerhin ist man drei Tage unterwegs. Stürme und hoher Seegang sind keine Seltenheit. 2007 gab es einen Zwischenfall. Die Norröna stieß mit einer 12 Meter hohen Welle  zusammen und war mehrere Minuten manövrierunfähig. Die Welle richtete erheblichen Schaden an. Zum Glück wurde niemand schwer verletzt.

Wer das Abenteuer auf sich nimmt, erreicht nach zwei Tagen Tórshavn, die Hauptstadt der Färöer.  Dort hat man dann die Gelegenheit zu einem kleinen Ausflug. Das Archipel mit seinen 18 Inseln, 11 Holmen und 750 Schären bietet einem einen archaischen Anblick mitten im Nordatlantischen Ozean. Die Inseln wurden im Mittelalter entdeckt und besiedelt und sind noch bis heute alle bewohnt. Die 50.000 Farörer oder Färinger betrachten sich als eigenständiges Volk was von den Wikingern Abstand. Die schroffe und imposant aus dem Meer herausragende Küstenlinie erstreckt sich über 1.289 km und ist im Schnitt 300 Meter hoch.

Es ist ein unvergessliches Erlebnis den Nordatlantik per Schiff zu durchqueren.  Drei Tage auf dem Ozean, fühlt man sich trotz der Größe des Schiffes wieder klein, fast ehrfürchtig und bekommt ein Gespür für die großen Distanzen und Naturgewalten. Wenn Island dann plötzlich nach der anstrengenden Überfahrt im Morgengrauen auftaucht, ist man erleichtert und beeindruckt von der Naturschönheit der Ostfjorde, die einem einen großartigen Empfang bereiten. Die ersten Seevögel und Wasserfälle scheinen im diesigen Licht. Im Fjord von Seyðisfjörður sieht man mit Glück Buckelwale vor dem großen Schiff abtauchen. 

Sören erfüllte sich den Traum im April 2017.

Unser Tipp: unbedingt im Voraus eine eigene Aussenkabine buchen!

 

 

Isla Magdalena – Pinguinparadies in Chile

Die „Isla Magalena“ oder Magdaleneninsel liegt in der Magellanstraße vor Punta Arenas. Die 1.576 km² große Insel wurde 1983 zum Nationalpark erklärt und ist ein Paradies vor allem für Pinguine und Seevögel. im Januar 2014 konnten wir die ca. 60.000 Brutpaare der Magellanpinguine  (Spheniscus magellanicus) besuchen. Es ist die größte Pinguinkolonie Südchiles. Ein Erlebnis, das für immer in Erinnerung bleiben wird.

Magellanpinguine sind erstaunlicherweise überhaupt nicht scheu. Man kann sich ihnen bis auf 50 cm nähern, ohne dass sie Fluchtreflexe oder Drohgebärden zeigen.

 

 

 

schwarz-weiße Insellandschaft

Wer auf Pellworm dazugehören will, muss erst einmal zwei Winter auf der Insel aushalten – so prophezeite man uns. Nun erleben wir den ersten Winter hier, immer noch regenreich, nach einem der feuchtesten Sommer in der Geschichte Pellworms. Aber es fühlt sich gut an trotz andauender Nässe. Jede Wetterverbesserung wird genutzt um rauszugehen. Dann wird man mit Sonne und weiter Landschaft belohnt.