Island – Glühende Lava

Einen Vulkansubruch zu sehen, zählt sicherlich zu den beeindruckendsten Erlebnissen auf Island. 2014 hatte Sören das Glück, die Holuhraun Eruption live mit zu erleben. Als klar wurde, dass die Eruption länger anhalten sollte, buchte er sich spontan einen Flug nach Island, um das Spektakel mit anzusehen. Glücklicherweise gab es vor Ort noch freie Sitzplätze in einer kleinen Chartermaschine der Myflug Air, eine kleine Fluggesellschaft, die am Myvatn See Charterflüge anbietet. Doch nach zweitägiger Anreise, wurde der Flug erst einmal, wegen Sandstürmen über dem Hochland, abgesagt.

Aber es gab durch Zufall drei Tage später auch noch einen weiteren freien Sitzplatz! Das Warten wurde belohnt. Bei klarer Sicht hatte man eine unglaubliche Aussicht über das Hochland, den Vulkan Askja und die Holuhraun-Eruption. Ein wenig war es wie in einem „Indian Jones“ Film, in diesem kleinen Flugzeug, auf Augenhöhe mit der Lava, um den speienden Vulkan zu kreisen. Knapp eine Stunde dauerte der Flug und am liebsten wäre man nach der Ladung sofort wieder eingestiegen.

 

Pellworm – Leuchtfeuer und Hochzeiten über dem Wattenmeer

Der denkmalgeschützte Leuchtturm auf unserer neuen Heimatinsel Pellworm ist, neben der alten Kirche, das Wahrzeichen und gleichzeit das höchste Bauwerk der Insel. Von oben hat man einen traumhaften Rundumblick über das Wattenmeer mit seinen Inseln und Halligen. 1906/07 wurde das gemauerte Erdgeschoß auf 14 Meter tief in den Boden versenkten Eichenpfählen errichtet. 41,5 Meter hoch ragt er in den Himmel und hat die Funktion eines Leitfeuers.

Bis 1977 gab es noch einen Leuchtturmwärter der das Leuchtfeuer betreute. Mittlerweile wird er vollautomatisch betrieben und ist heute noch für die Seeschifffhart von großer Bedeutung. Von weithin ist er sichtbar und man sollte unbedingt bei einem Pellworm-Aufenthalt, allein wegen der Aussicht, einen Aufstieg einplanen. Allerdings muß die Besichtigung beim Kur- und Tourimusservice Pellworm angemeldet werden.

Eine Hochzeit auf dem Leuchturm wird garantiert zu einem unvergesslichen Erlebnis!

 

Irland – Riesenhaie in der Bucht von Baltimore

Wer hätte das gedacht: Vor Irlands Südwestküste hat man die Möglichkeit, Riesenhaie (Cethorinus maximus) und – in Abhängigkeit von der Jahreszeit – verschiedene Arten von Walen zu Gesicht zu bekommen. Es gibt Finn-, Buckel und Schweinswale sowie mehrere Arten von Delphinen. In Baltimore Habour hat Nic Slocum (www.whalewatchwestcork.com) sein Boot vor Anker liegen und fährt, sofern das Wetter es zu lässt, mehrmals die Woche raus. Er kennt sich in den Gewässern seiner Heimat bestens aus und ist ein absoluter Fachmann in Sachen Meeresbiologie. Es macht großen Spaß mit ihm unterwegs zu sein. Das Boot ist nicht groß, und so finden nur eine überschaubare Gruppe von ca. 12 Personen Platz an Bord. Leider entdeckten wir 2014 keine Wale, aber zu unserer Überraschung Riesenhaie (engl. „Basking Sharks“). Es sind nach dem Walhai die zweitgrößten Fische der Erde. Sie werden bis zu zehn Meter lang. Bei sonnigem Wetter fangen sie dicht unter der Wasseroberfläche das Plankton. So kann man sie gut beobachten. Wir hatten Glück und hätten niemals erwartet, die imposanten Tiere so nah zu Gesicht zu bekommen.

Es ist wirklich eine tolle Tour, auch wenn die Sichtungsgarantie für Wale vielleicht an anderen Orten der Erde höher sein mag. Wer in Baltimore vorbeikommt, sollte unbedingt einen Vor- oder Nachmittag mit Nic einplanen, damit es wieder heisst: „Well spottet, Junior!“

Unser Tipp: Schöner Film über Nic’s Arbeit.

La Réunion – Sonnenaufgang auf dem Vulkan

Der Höhepunkt unserer Reise auf La Réunion und ein Muss für jeden Besucher der Insel war die spektakuläre Wanderung zum Kraterrand des aktiven Vulkans Piton de la Fournaise. Man muß früh, nein, sehr früh aufstehen, um das Spektakel aus Sonne, Wind und Wolken zu erleben. Wer zu spät dran ist, dem versperren einem die alltäglich aufziehenden tropischen Wolkenformationen die Weitsicht über die Lavafelder. Außerdem wird die sportliche Wanderung durch die Hitze dann schnell zur Tortur. Man sollte die Wanderung kurz vor Sonnenaufgang antreten, zur blauen Stunde, das heißt im Sommer der südlichen Hemisphäre zwischen 5 und 6 Uhr morgens. Wenn man noch die Anfahrtzeit mit einrechnet, klingelt der Wecker um vier Uhr in der Nacht. Im Urlaub ist das schon eine Herausforderung, aber man wird belohnt! Es ist wie auf einem fremden Planeten. Vor einem liegt die in unwirkliches Licht getaucht riesige Lavaebene des Vulkans und die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich. Noch ist es kalt, aber das ändert sich schnell. Die Sonne steigt zügig, der UV-Index erreicht 13 bis 14 und es wird schwül. Sonnenschutz am ganzen Körper und viel Wasser sind Pflicht. Der Anstieg zum Kraterrand ist anstrengend,  aber für geübte Wanderer kein Problem. Oben angekommen, gleichsam über den Wolken, schaut man in den mächtigen Krater einer der aktivsten Vulkane der Erde. Sprachlos sitzt man dort und staunt…

Unser Tipp: So früh wie möglich starten, dann hat man die Chance, alleine oben am Kraterrand zu sitzen.

Färöer – 62° nördlicher Breite und 7° westlicher Länge

Wer nach Island reist kommt mit dem Flugzeug oder mit dem Schiff. Die Reederei Smyril Line unterhält eine ganzjährige Fährverbindung zwischen Hirtshals in Dänemark und Seyðisfjörður im Osten Islands. Der Höhepunkt dieser Schiffspassage ist sicherlich der Zwischenstopp in Tórshavn auf den Färöer-Inseln, aber auch die Shetland Inseln werden auf der Passage bei gutem Wetter spektakulär durchquert.

Das Schiff Norröna wird gleichzeitig als Frachtschiff und Autofähre benutzt. Die Überfahrt ist immer noch ein kleines Abenteuer und ist trotz der verbesserten Ausstattung nicht mit einer komfortablen Kreuzfahrt zu vergleichen. Der Nordatlantik kann mitunter sehr stürmisch und die Überfahrt ungemütlich werden. Man sollte schon recht seefest sein, immerhin ist man drei Tage unterwegs. Stürme und hoher Seegang sind keine Seltenheit. 2007 gab es einen Zwischenfall. Die Norröna stieß mit einer 12 Meter hohen Welle  zusammen und war mehrere Minuten manövrierunfähig. Die Welle richtete erheblichen Schaden an. Zum Glück wurde niemand schwer verletzt.

Wer das Abenteuer auf sich nimmt, erreicht nach zwei Tagen Tórshavn, die Hauptstadt der Färöer.  Dort hat man dann die Gelegenheit zu einem kleinen Ausflug. Das Archipel mit seinen 18 Inseln, 11 Holmen und 750 Schären bietet einem einen archaischen Anblick mitten im Nordatlantischen Ozean. Die Inseln wurden im Mittelalter entdeckt und besiedelt und sind noch bis heute alle bewohnt. Die 50.000 Farörer oder Färinger betrachten sich als eigenständiges Volk was von den Wikingern Abstand. Die schroffe und imposant aus dem Meer herausragende Küstenlinie erstreckt sich über 1.289 km und ist im Schnitt 300 Meter hoch.

Es ist ein unvergessliches Erlebnis den Nordatlantik per Schiff zu durchqueren.  Drei Tage auf dem Ozean, fühlt man sich trotz der Größe des Schiffes wieder klein, fast ehrfürchtig und bekommt ein Gespür für die großen Distanzen und Naturgewalten. Wenn Island dann plötzlich nach der anstrengenden Überfahrt im Morgengrauen auftaucht, ist man erleichtert und beeindruckt von der Naturschönheit der Ostfjorde, die einem einen großartigen Empfang bereiten. Die ersten Seevögel und Wasserfälle scheinen im diesigen Licht. Im Fjord von Seyðisfjörður sieht man mit Glück Buckelwale vor dem großen Schiff abtauchen. 

Sören erfüllte sich den Traum im April 2017.

Unser Tipp: unbedingt im Voraus eine eigene Aussenkabine buchen!

 

Isla Magdalena – Pinguinparadies in Chile

Die „Isla Magalena“ oder Magdaleneninsel liegt in der Magellanstraße vor Punta Arenas. Die 1.576 km² große Insel wurde 1983 zum Nationalpark erklärt und ist ein Paradies vor allem für Pinguine und Seevögel. im Januar 2014 konnten wir die ca. 60.000 Brutpaare der Magellanpinguine  (Spheniscus magellanicus) besuchen. Es ist die größte Pinguinkolonie Südchiles. Ein Erlebnis, das für immer in Erinnerung bleiben wird.

Magellanpinguine sind erstaunlicherweise überhaupt nicht scheu. Man kann sich ihnen bis auf 50 cm nähern, ohne dass sie Fluchtreflexe oder Drohgebärden zeigen.

 

 

schwarz-weiße Insellandschaft

Wer auf Pellworm dazugehören will, muss erst einmal zwei Winter auf der Insel aushalten – so prophezeite man uns. Nun erleben wir den ersten Winter hier, immer noch regenreich, nach einem der feuchtesten Sommer in der Geschichte Pellworms. Aber es fühlt sich gut an trotz andauender Nässe. Jede Wetterverbesserung wird genutzt um rauszugehen. Dann wird man mit Sonne und weiter Landschaft belohnt.

Islands Papageientaucher

Papageientaucher (Fratercula arctica), auch „Puffin“ genannt, an Islands Küsten zu beobachten und zu fotografieren lässt wohl jedem Islandreisenden das Herz höher schlagen. Diese niedlichen Seevögel brüten in Kolonien an den Steilküsten im Nordatlantik und im westlichen Nordpolarmeer in Erdhöhlen an und auf Klippen. Nach der Brutzeit (von Anfang April bis Ende August) zieht es sie zurück aufs offene Meer, wo sie den Winter verbringen.

Diese Aufnahmen sind im Mai 2017 in den Ostfjorden in Borgarfjadaröfn und in der nördlichsten Gegend von Island am Raudinupur Cape, entstanden, als Sören für sechs Wochen im Guesthouse Tungulending arbeitete. Tungulending ist eine privat geführte Unterkunft, spektakulär direkt an der Küste gelegen. Papageientaucher kann man dort nicht beobachten, aber Wale! Mittlerweile gibt es Sörens „Puffins“ dort als Postkarten zu kaufen, damit die von den Reiseführern fälschlicherweise dorthingeleiteten Besucher nicht enttäuscht wieder von dannen ziehen müssen.

Unser Tipp: Vogelbeobachtung in den Ostfjorden

 

Neue Heimat – Pellworm

Heimat ist ein großes Thema. Was ist Heimat? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Wo bin ich verwurzelt? Wo möchte ich bleiben? Wo fühle ich mich zu Hause? Nach 15 Jahren Berlin und aufregendem, sowie anstrengendem Großstadtleben hat es uns ans Meer gezogen, genauer gesagt auf die Nordseeinsel Pellworm. Wir sind zurück aufs Land, zurück in die Natur, da wo man die Sterne sieht, klare Luft die Lunge durchströmt und man die Stille hören kann.

Sören: „Meine eigentliche Seelenheimat liegt noch weiter im Norden, in Island. Nun habe ich in Deutschland einen Ort gefunden der mir eine neue Heimat sein wird, Pellworm. Hier gibt es viel von dem, was es woanders eben kaum noch gibt. Viel Ruhe, viel Wasser, viel Natur, unendlich viel Sterne und sehr herzliche Menschen.“

Felix: „Im Heimatland Deutschland lassen sich Berge & Meer schwer kombinieren. Aber die Entscheidung für den Weitblick gewinnt – in der neuen Wahlheimat, auf Pellworm, der sehr flachen Insel in sehr flacher Umgebung mit der höchsten, leicht zugänglichen Erhebung von 8 Metern, dem Deich, in 400m vom Lebensmittelpunkt entfernt. Weitblick.“ 

Sylt – Kite-Surf-Paradies Weststrand

Der Weststrand auf Sylt beeindruckt durch seine Länge und ist für viele der schönste Strand in Deutschland. Wenn das Wetter mitspielt und es ein perfektes Zusammenspiel von Sonne, Wind und Wellen gibt zieht es die Kitesurfer raus aufs Wasser, wie hier im Strandabschnitt vor Samoa.